Presse


BR24, 08.10.2020
Kündigung gegen früheren künstlerischen Leiter der Berliner Ballettschule unwirksam
Sämtliche Kündigungen der Leiter der Berliner Ballettschule durch die Berliner Bildungsverwaltung sind von den Arbeitsgerichten für unwirksam erklärt worden. Es wurden keine Versäumnisse nachgewiesen, die den Gekündigten persönlich zur Last gelegt werden könnten, schreibt rbb24. Die Kündigungen seien weder formal noch inhaltlich ausreichend begründet gewesen. Die früheren Leiter müssen nun weiter beschäftigt werden.


In eigener Sache: Wir erhalten vermehrt Hinweise, dass Beiträge zum „Skandal Ballettschule Berlin“ nach und nach aus den Onlineangeboten der Anbieter verschwinden. Das bedeutet, dass einige der von uns hier verlinkten Beiträge nicht mehr auffindbar sind. Uns erreichen Anfragen von verschiedenen Institutionen und Privatpersonen, ob wir die nicht mehr online abrufbaren Medienberichte archiviert haben. Unser Archiv enthält lückenlos alle zum Thema erschienenen Beiträge. Sehr gern stellen wir diese zur Verfügung. Bei Interesse erreichen Sie unser Archiv unter: archiv@savethedance.de


Das Blättchen, 24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021, Wolfgang Brauer
Ignoranz und Scheinheiligkeit
In der aktuellen Ausgabe von „Das Blättchen“ beleuchtet Autor Wolfgang Brauer, dass die in einem Dossier anonym beschriebenen, angeblichen Vorgänge an der Berliner Ballettschule Wasser auf die Mühlen politischer Ideologien der Berliner Regierungskoalition gewesen sein könnten.

Zitat: Die gleichmacherische Bildungspolitikstrategie der aktuellen Koalition zielt ab auf eine Art Heckenscheren-Pädagogik. Sogenannte „Elite“ ist verdächtig. Die Förderung von Spitzenleistungen sei Elitebildung. Das hat nach deren Auffassung an öffentlichen Schulen nichts zu suchen. 


Berliner Zeitung, 21./22.08.2021, Birgit Walter
Sandra Scheeres verliert Prozess: Ende der Kündigungsorgie
Gegen Seyffert und den Schulleiter Ralf Stabel, beide im Rang von Professoren an der Schule, sprach das Land insgesamt vier fristlose Kündigungen aus. Es verlor jede einzelne, versuchte es aber stets in zweiter Instanz. Für dieses stete Scheitern vor Gericht tragen allein die SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheeres und die mit dem Fall betraute Staatssekretärin Beate Stoffers die Verantwortung.


Berliner Zeitung, 20.08.2021, Birgit Walter (Text), Johann Sebastian Hänel (Foto)


Berliner Zeitung, 28.07.2021, Birgit Walter
Kaltgestellt: Der Mann, der die Staatliche Ballettschule berühmt gemacht hat
Ralf Stabel führte die Staatliche Ballettschule zum Erfolg, bis ihm die Berliner Politik kündigte. Gerichte stoppten das Ansinnen. Wie geht es ihm heute?


Berliner Zeitung, 28.06.2021, Birgit Walter
Die Zerstörung der Staatlichen Ballettschule in Berlin
Birgit Walter listet in ihrem aktuellen Beitrag die Fehlleistungen der Interimsleitung des letzten Schuljahres auf und benennt die Folgen. Und jetzt reicht’s den Eltern! Wann sind die betroffenen Mitarbeiter*innen soweit? Und: Wer stoppt dieses Zerstörungswerk? Die Wahl am 26. September?


Berliner Zeitung, 10.06.2021, Birgit Walter
Berliner Gericht: Kündigung von Ballettschul-Leiter Stabel ungültig
Senatorin Scheeres scheitert im Berufungsprozess mit dem Kündigungsversuch: Ralf Stabel, Leiter der Staatlichen Ballettschule, muss weiter beschäftigt werden.


rbb 24, 20.05.2021, Tina Friedrich
Staatliche Ballettschule gibt sich neuen Namen und neues Programm

Kommentar zum Beitrag von Tina Friedrich:

Nachtschicht beim RBB?

Um einen „neuen Namen“ und „weitgehende Reformen“ heute früh um 6:02 Uhr über die gestern Abend stattgefundenen Schulkonferenz zu vermelden, muss Tina Friedrich vom RBB eine Nachtschicht eingelegt haben, um das erneuert Schulprogramm zu lesen, die sogenannten Reformen zu finden, das Protokoll der Schulkonferenz (erstaunlich schnell!) zu lesen, mit dem Interimsschulleiter zu sprechen und einen Text zu verfassen.

Der neue Name ist nun also „Staatliche Ballett- und Artistikschule Berlin“ anstelle von bisher „Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik“.

Zu den Reformen: mit jungen Menschen mit Essstörungen, so diese denn auftraten, fanden früher wöchentliche Konsultationen mit einer Fachärztin vor Ort statt. Jetzt sollen dies Teamsitzung von Lehrkräften im halbjährlichen Takt leisten. Unterrichtsbesuche der Schulleitung waren auch vorab üblich. Beratungs- und Vertrauenslehrer*innen gab es ebenso wie auch ein Krisenteam, das im Notfallordner, der notwendige Handlungsleitfäden für Krisensituationen enthält, für alle einsehbar vermerkt war und ist – wie in jeder anderen Berliner Schule.

Die Ruhezeiten bei Auftritten waren und sind von der Schulkonferenz altersangemessen festgelegt und seit Jahren in der Hausordnung vermerkt. Eine „Grauzone“ ist hier nicht bekannt.

Wo sind die Reformen?

Richtig ist, dass die Gerichte mehrfach die Kündigungen von Prof. Dr. Ralf Stabel für unwirksam erklärt haben. Die Senatsbildungsverwaltung wurde nicht nur aufgefordert, ihn weiter zu beschäftigen, sondern ihn auch für den ihm unrechtmäßig zugefügten Schaden zu rehabilitieren. Eine Meldung dazu, wie die Senatsverwaltung dies bewerkstelligen wird, wäre eine Neuigkeit und damit eine Meldung wert gewesen.


Berliner Zeitung, 19.05.2021, Birgit Walter
Ruiniert durch Raunen
Seit mehr als einem Jahr wird das Ansehen der Staatlichen Ballettschule und ihrer Leiter demontiert – von der Berliner Bildungssenatorin und von Medien durch Verdachtsberichte. Die Geschichte eines Rufmords.


Deutschlandradio Kultur, 22.04.2021, Sylvia Belka-Lorenz im Gespräch mit Eckhard Roelcke
„Save the dance“ – Prozess um den Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin
Ein außergewöhnlicher Vorgang: Der Meinungsbeitrag „Save the dance“ war nur wenige Stunden im Onlineangebot von Deutschlandradio Kultur hörbar, bevor er „offline“ genommen wurde. Wir haben den Beitrag archiviert:

Quelle: Deutschlandfunk Kultur, Audio-Archiv, Fazit. Die ganze Sendung
Meinungsbeitrag zur Staatlichen Ballettschule Berlin ab Minute 32:34


Der Tagesspiegel, 22.04.2021, Frank Bachner
Richterin erhebt harte Vorwürfe gegen Land Berlin im Streit mit Ballettschulleiter
Richterin Dr. Oda Hinrichs sieht auch verschiedene Medienberichte in der Verantwortung für die unglücklichen Entwicklungen in der Causa Staatliche Ballettschule Berlin: „Unter verantwortlicher Presseberichterstattung stelle ich mir etwas anderes vor“. LeserInnen des Tagesspiegel hatten sich über unausgewogene und vorverurteilende Berichte der für Bildung zuständigen Redakteurin zum Thema Ballettschule gewundert. Das Thema wurde nun Redaktionsmitglied Frank Bachner anvertraut: Beitrag lesen


Berliner Zeitung, 22.04.2021, Birgit Walter
Richterin im Prozess um Ballettschul-Leiter: „Das sind alles Luftblasen“
„Egal, wie man es wendet, es gibt keinen Grund für eine Kündigung. Das sind alles Luftblasen.“ Mit diesen Worten leitet die Vorsitzende Richterin Oda Hinrichs am Landesarbeitsgericht am Donnerstag den Berufungsprozess ein, den das Land Berlin gegen Ralf Stabel, den Schulleiter der Staatlichen Ballettschule, angestrengt hat. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ließ bis heute allein gegen Stabel drei fristlose Kündigungen aussprechen. Mit den ersten drei Versuchen scheiterte das Land bereits vor Gericht, die jetzige Berufung richtet sich gegen die Niederlage Nummer eins vom September 2020.


DANCE for YOU MAGAZINE, 08.02.2021, Mihaela Vieru
Ralf Stabel gewinnt Prozess
Kilometer von Papier sind, so die Presse, beschrieben, die Kosten dürften exorbitant sein. Die Prozessflut könnte sich bis nach den Wahlen in Berlin hinziehen, bei denen Scheeres nicht mehr antritt. Das „Kuckucksei“ Staatliche Ballettschule legt sie dann möglicherweise ihrem Nachfolger ins Nest. Wie die Causa ausgehen wird, bleibt fraglich; eventuell läuft sie, wie bereits im Fall Adolphe Binder versus Tanztheater Wuppertal, auf einen Vergleich hinaus – und der könnte für Berlin ziemlich teuer werden.


Berliner Zeitung, 03.02.2021, Birgit Walter
Niederlage für Senatorin Scheeres
Am 2. Februar 2021 scheiterte Bildungssenatorin Scheeres erneut mit ihrer offensiven Kampagne gegen die Staatliche Ballettschule und ihr eigenes Spitzenpersonal. Formfehler und Kündigungsgründe, die selbst für Laien absurd klingen, lassen diese Kampagne immer mehr zur teuren Posse werden. In der Verantwortung steht die Senatsverwaltung, der man künftig unter neuer Führung mehr Talent für verantwortungsvolle und konstruktive Kommunikation wünscht und die Gabe, im Raum stehende oder angebliche Probleme voneinander zu unterscheiden und dann konstruktiv zu lösen. Erst einmal geht die Posse weiter: In der Berliner Zeitung zu lesen: „Mitten im Lockdown fand vergangene Woche eine Schulkonferenz statt, über die offenbar nur wenige Beschäftigte informiert waren. Um Fakten zu schaffen und ohne das Gerichtsurteil abzuwarten, sollte schon eine Nachfolgerin gewählt werden. … Demnächst soll über einen neuen Namen für die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik entschieden werden. Das Landesjugendballett ist schon abgeschafft. Noch offensichtlicher kann die Zerstörung einer international renommierten Eliteschule kaum betrieben werden.“


Der Tagesspiegel,02.02.2021, Frank Bachner
Kündigungen des Ex-Leiters der Berliner Ballettschule unwirksam
Viel Lärm um nichts: Fristlose Kündigungen wegen angeblicher „Formaler Fehler“ des Schulleiters, die man nach 17 Jahren erfolgreicher Dienstzeit, wenn sie denn bewiesenermaßen jemandem geschadet hätten, anderweitig hätte sanktionieren können. Stattdessen werden Anwälte und Gerichte monatelang beschäftig, wird Rufschädigung betrieben, befeuert von JournalistInnen verschiedener seriöser Medien, von denen man gründliche Recherche erwarten würde. Das heutige Urteil ist ein gutes Zeichen und nun ist zu hoffen, dass JournalistInnen (auch vom Tagesspiegel) sich endlich die Mühe machen, die wahren Hintergründe der Intrige zu recherchieren. In der Verantwortung steht die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, der man künftig eine neue Führung mehr Kompetenz für verantwortungsvolle und konstruktive Kommunikation wünscht.


Berliner Zeitung, 09.01.2021, Birgit Walter
Staatliche Ballettschule: Ein Jahr lang negative Schlagzeilen
Den 8. Januar 2020 wird die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik wohl einmal als den Beginn ihres Niedergangs registrieren. An dem Tag reichten vier Frauen ein Dossier mit Denunziationen über die Schule bei der Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ein. Es folgte eine von der Bildungsverwaltung ausgelöste Kampagne, die die weltweit renommierte Schule öffentlich in ein Licht von Missbrauch, Gewalt und Misshandlung rückte. Bis heute wurde keiner dieser Vorwürfe belegt, die Verwaltung ließ sie nur immer wieder medienwirksam verlauten. Den Begriff Eliteschule verwendet nach dem Jahr der Skandale niemand mehr.


Berliner Zeitung, 02.11.2020, Birgit Walter
„Sexuelle Gewalt? Misshandlung? Wir hätten sofort die Polizei gerufen“
„Wir sollen aufgeben. Werden wir nicht.“ Die langjährigen Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin, Prof. Gregor Seyfert und Prof. Dr. Ralf Stabel, widersprechen in einem umfangreichen Interview mit der Berliner Zeitung erstmals den Vorwürfen gegen sie und ihre Schule: Solche Missstände habe es nicht gegeben. Sie wurden behauptet und ohne jede Prüfung veröffentlicht – alle Lehrkräfte unterrichten weiter. Senatorin Sandra Scheeres verschickt trotzdem eine Kündigung nach der anderen. Die ersten beiden wiesen die Richter zurück.


Berliner Zeitung, 28.10.2020, Birgit Walter
Neue Niederlage für Bildungssenatorin Scheeres
Bildungssenatorin Sandra Scheeres musste eine zweite Niederlage vor dem Arbeitsgericht hinnehmen. Ihr Versuch, den 18 Jahre lang amtierenden künstlerischen Leiter der Staatlichen Ballettschule Gregor Seyffert mittels einer fristlosen oder ordentlichen Kündigung loszuwerden, scheiterte. Über die Hintergründe berichtet Birgit Walter in der Berliner Zeitung.


Berliner Zeitung, 08,09,2020, Birgit Walter
Schluss mit der Elite
Die Staatliche Ballettschule soll keine Eliteschule mehr sein. Sie wird nach dem Willen einer Kommission eine Schule mit mehr Gerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler, in der es keine wie auch immer geartete Überforderung gibt und in der sich niemand den Anstrengungen von Auftritten des Landesjugendballetts aussetzen muss – denn das wird abgeschafft. So könnte man grob das Konzept zusammenfassen, das ein von der SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheeres zusammengestelltes Gremium der Schule verordnet. … Aber der Konflikt bleibt. Keine Kommission kann den lösen, in der Spitze wohnt keine Gerechtigkeit.


Der Tagesspiegel, 07.09.2020, Susanne Vieth-Entus
Wie die Kultur der Angst verschwinden könnte
Am 7. September 2020 wurden die Berichte von Expertenkommission und Clearingstelle vorgestellt. Sie enthalten Empfehlungen von Experten, die bekanntlich keine Tanzexperten sind. Susanne Vieth-Entus hat die wichtigsten Empfehlungen in ihrem Artikel zusammengefasst.
Konkrete Vorfälle benennen die Berichte der Kommissionen nicht, außer den bereits längst bekannten Verfehlungen dreier Tanzlehrkräfte, für die es nun personelle Konsequenzen geben soll. Offen bleibt die Frage, für welche Missstände die einstige Schulleitung überhaupt verantwortlich gemacht werden kann?


Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 07.09.2020
Clearingstelle und Expertenkommission legen ihre Abschlussberichte vor
Die Expertenkommission und die Clearingstelle haben nun ihre Abschlussberichte vorgelegt. Sie können auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie abgerufen werden.


Berliner Zeitung, 02.09.2020, Katrin Bischoff
Leiter der Ballettschule gewinnt Prozess gegen seine Kündigung und verliert trotzdem seinen Job
Trotz erfolgreicher Klage gegen seine Kündigung darf der langjährige Leiter der Staatlichen Ballettschule, Ralf Stabel, nicht weiter als Schulleiter weiterbeschäftigt werden. Das entschied das Berliner Arbeitsgericht am Mittwoch. Eine absurde Situation – die sich die Bildungsverwaltung laut Gericht selbst eingebrockt hat.


Der Tagesspiegel, 01.09.2020, Susanne Vieth-Entus
Wirtschaftsprüfer beanstanden hohe Ausgaben der Staatlichen Ballettschule
Internationaler Erfolg der Staatlichen Ballettschule Berlin und internationale Gastspiele waren 2017 der ausdrückliche Wunsch von Senatorin Scheeres, als sie das Landesjugendballett Berlin gründete: „Die Tänzerinnen und Tänzer werden auf höchstem Niveau ihr Können bundesweit und international präsentieren und stehen damit auch repräsentativ für die Kreativmetropole Berlin.“ (Zitat Sandra Scheeres) Dieser Erfolg blieb nicht aus: Weltweite Auftritte, erfolgreiche Teilnahmen von SchülerInnen an internationalen Wettbewerben, Engagements von AbsolventInnen in vielen Ländern. Dass sich das nicht alles vom Berliner Schreibtisch organisieren lässt, versteht sich von selbst. So trat der Schulleiter, quasi im Auftrag der Senatorin, genehmigt Dienstreisen an, besuchte Sprachkurse, die ihm jetzt zum absurden Vorwurf werden.


Berliner Zeitung, 31.08.2020, Birgit Walter
Tanz auf dünnem Eis
Seit Februar erschüttern Schreckensmeldungen die Staatliche Ballettschule. Auch in diesem Schuljahr gibt es keinen Schutz der Kinder vor rabiaten Tanzlehrern, stattdessen arbeitet sich die Senatorin an der obskuren Kündigung des Schulleiters ab.


Presseerklärung, Initiative „Save the Dance“, 20.08.2020
Initiative „Save the Dance“ fordert sofortigen Rücktritt von Bildungssenatorin Sandra Scheeres wegen katastrophalen Missmanagements in der Causa Staatliche Ballettschule Berlin
Eine konstruktive Klärung und eine positive Zukunft dieses Berliner Leuchtturms in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Erziehung ist nur mit einer neuen Spitze in der Berliner Bildungsverwaltung möglich. Deshalb fordert die Initiative „Save the Dance“ den sofortigen Rücktritt von Bildungssenatorin Sandra Scheeres.


Berliner Zeitung, 10.07.2020, Birgit Walter
Offener Brief der Schüler: „Liebe Politiker, wir sind verzweifelt“
Mitten in den Ferien schreiben jetzt 38 Schülerinnen und Schüler einen offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller und die Grünen-Bildungssprecherin Marianne Burkert-Eulitz: „Liebe Politiker, wir sind verzweifelt.“ Geschockt darüber, wie in der Politik über die Zukunft ihrer Schule verhandelt werde.


Süddeutsche Zeitung, 09.07.2020, Dorion Weickmann
Eine Kultur der Angst
Dorion Weickmann formuliert auf der ersten Feuilletonseite der Süddeutschen Zeitung Ideen zur Lösung der Krise der Staatlichen Ballettschule Berlin, denn: „Es geht um viel. Für die ehemaligen Chefs um ihren Ruf, für die Schule um die Zukunft, für die Senatorin um ihre Glaubwürdigkeit. … Bevor im sechs Wochen das neue Schuljahr anfängt, müssen Friedensverhandlungen beginnen und die gerichtsanhängigen Verfahren auf Vergleichsmöglichkeiten abgeklopft werden. Alles andere läuft auf Versenkung heraus. Es gilt, das Profil der Schule zum Wohle der Kinder wie der Kunst zu rekonstruieren.“


taz, 07.07.2020, Anna Klöpper
Wohin geht dieser Tanz?
Die Staatliche Ballettschule in Pankow muss sich nach Vorwürfen wegen Kindeswohlgefährdung neu erfinden. Entscheidend wird das nächste Schuljahr. Die Grünen-Abgeordnete Marianne Burkert-Eulitz meint, die Schule müsse sich womöglich „breiter aufstellen“, wegkommen von der Fokussierung auf die künstlerische Ausbildung.


Berliner Zeitung, 28.06.2020, Birgit Walter
Ballettschule: Geschichte eines Rufmords
Eltern fordern von Senatorin Scheeres den Schutz ihrer Kinder vor zwei ungezügelten Tanzlehrern an der Staatlichen Ballettschule – ohne Erfolg. Ein Vater erstattet Strafanzeige. Statt zu handeln, arbeitet sich die Politik mit medialem Lärm an obskuren Kündigungen von Schulleitern ab.


Der Tagesspiegel, 25.06.2020, Werner von Webber und Susanne Vieth-Entus
Kindeswohlgefährdung unter staatlicher Aufsicht
Der Tagesspiegel wiederholte Ende Juni auf Seite 3, was die Welt schon weiß. Und doch enthält der Artikel eine neue Information: „…Scheeres hat Unterstützer. Besonderes Gewicht hat der Chef der Expertenkommission.“ Eine vom Senat berufene Experten-Kommission ohne Tanz-Experten und mit einem Chef, der die Senatorin unterstützt? Geht so fachlich kompetente, objektive Aufklärung?


Das Blättchen, Nr. 13/2020, Günter Hayn
Schmeißt die Fachleute raus!
Im Februar 2020 befreite die Berliner Schulsenatorin Scheeres Ralf Stabel, den Leiter der Ballettschule und Schule für Artistik, von seinen Aufgaben, vor einigen Tagen wurde er fristlos gekündigt. Der Mann ist gestandener Tanzwissenschaftler – vor die Tür gesetzt wurde auch der künstlerische Direktor Gregor Seyffert, international renommierter Tänzer und Choreo-graph.


tanznetz.de, 17.06.2020
Anzeige erstattet – die nächste Runde in der Causa Staatliche Ballettschule Berlin
In einem offenen Brief, der der tanznetz-Redaktion vorliegt, erklären ein Dutzend Eltern von Schüler*innen der Staatlichen Ballettschule Berlin, dass sie Anzeige gegen die Senatorin Scheeres erstattet haben. Der Brief ist unter anderem an den Regierenden Bürgermeister Berlin, das Abgeordnetenhaus und die Schulaufsicht gerichtet. Sie seien „wirklich verzweifelt und hilflos“ in Bezug auf die täglich stattfindende und nach ihrem Verständnis nicht erst genommene Kindswohlgefährdung, heißt es darin.


Berliner Zeitung, 13.06.2020, Birgit Walter
Wie ein Klempner als Herzchirurg
Die Staatliche Ballettschule hat einen neuen Leiter: den pensionierten Ingenieur Dietrich Kruse. Warum denkt der Ingenieur, dass er das kann? „Machen in der Charité demnächst Klempner die Herz-Operationen?“ Birgit Walter zweifelt in ihrem Kommentar an der Neubesetzung.


Berliner Zeitung, 13.06.2020, Birgit Walter
Ein Maschinenbauer für die Ballerinen
Dietrich Kruse ist ein offenbar vielseitiger Ingenieur. Als Kraftfahrzeugtechniker hat er ein Buch für Schüler geschrieben: „Automobiltechnik kompakt“. Vor seiner Pensionierung leitete der heute 64-Jährige ein Oberstufenzentrum für Maschinen- und Fertigungstechnik in Reinickendorf. Jetzt kehrt er für ein Jahr zurück aus dem Ruhestand und wird für diese Zeit Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin.


Der Tagesspiegel, 11.06.2020, Susanne Vieth-Entus
Staatliche Ballettschule Berlin erhält Interimsleitung
Der pensionierte Leiter der Georg-Schlesinger-Berufsschule (Oberstufenzentrum Maschinen- und Fertigungstechnik), Dietrich Kruse (64), übernahm am 11. Juni 2020 die Leitung der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik. Bei seiner neuen Tätigkeit werde sich Dietrich Kruse „selbstverständlich auch auf den Zwischenbericht der Expertenkommission beziehen“, zitiert ihn Der Tagesspiegel.


Dance for You Magazine, Arila Siegert, 09.06.2020
Über Tanz-Ausbildung heute – Ein Beitrag zum Diskurs
Die Tänzerin, Choreografin und Opernregisseurin Arila Siegert schreibt: „Heute im Zeitalter der #MeToo-Debatte hat sich vieles in der Arbeits- und Kunstwelt gewandelt. Der alte Drill von oben herab ist nicht mehr gesellschaftsfähig.“


sagwas.net, 27.05.2020, Marlene Thiele
„Mein ganzes Leben war von Tanz geprägt“
Hans Komorowski koordiniert das digitale Debattenportal sagwas.net der Friedrich-Ebert-Stiftung. Vor seiner politischen Arbeit und dem kulturwissenschaftlichen Studium war der Absolvent der Staatlichen Ballettschule Berlin acht Jahre lang professioneller Balletttänzer. Im Interview erzählt er von dieser prägenden Zeit.


Berliner Zeitung, 30.05.2020, Birgit Walter
Die Ballettschul-Affäre: „Wie in einem Kafka-Roman“
Eltern sind genervt vom Umgang der Bildungsverwaltung mit den Vorwürfen an der Ballettschule. Sie verlangen die Freistellung von übergriffigen Lehrern. Doch die Behörde reagiert nicht.


Neues Deutschland, 26.05.2020, Rainer Rutz
Im Tutu für den guten Ruf der Ballettschule
Gerüchte um eine Existenzgefährdung vermischen sich mit der Debatte um mögliche Kindeswohlgefährdungen


Berliner Morgenpost, 25.05.2020, Susanne Leinemann
Auftritt von jungen Ballerina führt zu Polizeieinsatz
Der Streit an der Staatlichen Ballettschule nimmt kein Ende. Inzwischen gibt es zunehmenden Widerstand gegen die Art der Aufklärung.


Der Tagesspiegel, 25.05.2020 (dpa)
Petition fordert Rückkehr umstrittener Leiter
Mit einer Petition an das Berliner Abgeordnetenhaus haben sich Vertreter der Tanzszene für die freigestellten Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin und der verbundenen Schule für Artistik eingesetzt. Die Freistellung solle aufgehoben und die Wiederbeschäftigung erreicht werden, heißt es in der am Montag veröffentlichten Petition der Initiative „Save the Dance“, die unter anderem Tanzpädagogen, Dramaturgen oder Choreographen als Erstunterzeichner aufführt.


Berliner Zeitung, 24.05.2020, Birgit Walter
Staatliche Ballettschule: Von Schülerinnen geplanter Auftritt nicht gewollt
Sechs elfjährige Schülerinnen hatten die Idee, ihre Schule mit einem eigenen Tanz in ein besseres Licht zu rücken. … Daraufhin rief die kommissarische Schulleiterin die Eltern der Schülerinnen an und wies darauf hin, dass es sich nicht um eine schulische Veranstaltung handelt, und dass der Auftritt keinesfalls in der Schule stattfinden darf. Als sei es tadelnswert, sich für die eigene Schule einzusetzen.


Berliner Zeitung, 22.05.2020, Interview von Birgit Walter
Medienrechtler: „Der Ruf beider Leiter ist ruiniert“
Die Presse als Pranger? Der Medienanwalt Johannes Weberling sieht die Leitung der Ballettschule durch spekulative Berichterstattung demontiert.


BR24, Sylvia Schreiber, 19.05.2020
Rücksichtslos diszipliniert: Ballettausbildung unter Beschuss
An den hohen Anforderungen einer Ballettakademie kann man nicht rütteln, es sei denn, man schafft den klassisch-akademischen Tanz als Kunstform ab. Was also bringt die Schlagzeile „Kultur der Angst statt Tanzfreude“?

Update: Der Bayerische Rundfunk (BR) hat den hier verlinkten Beitrag aus seinem Onlineangebot entfernt. Eine Kopie des Beitrages stellen wir auf Anfrage gern aus unserem Archiv zur Verfügung. Kontakt: archiv@savethedance.de


Berliner Zeitung, 19.05.2020, Margarethe Gallersdörfer
Affäre: Kommunikationskrieg um Staatliche Ballettschule
Um die Staatliche Ballettschule (SBB) und Schule für Artistik tobt ein Kommunikationskrieg… Allerdings ist die Schule stark gespalten: Hinter dem Schulleiter und dem künstlerischen Leiter, die von Scheeres im Februar zunächst freigestellt worden waren und deren Kündigung nun vorbereitet wird, sammeln sich auch viele Unterstützer, unter anderem auf der eigens dafür erstellten Webseite „Save the Dance“. 


rbb 24, 19.05.2020, Tina Friedrich und Torsten Mandalka
Koalitionsparteien stellen sich gegen „Retter des Tanzes“
Die bildungspolitischen Sprecherinnen der Koalitionsfraktionen stellen sich nun offen gegen die Einseitigkeiten und Verkürzungen von „Save The Dance“. Für sie ist die Grenze zur Falschinformation überschritten.

Update: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat den hier verlinkten Beitrag aus seinem Onlineangebot entfernt. Eine Kopie des Beitrages stellen wir auf Anfrage gern aus unserem Archiv zur Verfügung. Kontakt: archiv@savethedance.de


Senatorin versagt auf ganzer Linie
„Es ist unverzeihlich und geradezu ein Skandal, dass die für Kinderschutz zuständige Senatorin erst jetzt nach dem Zwischenbericht der Expertenkommission ein Kinderschutzkonzept für die Staatliche Ballettschule auf den Weg bringen will“, erklärt die Abgeordnete der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie Emine Demirbüken-Wegner.


Presseerklärung der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus
Drei Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus machen sich für Autrittsmöglichkeiten der Schüler*innen der SBB an den Häusern der Stiftung Oper, für das Landesjugendballett, den Erhalt des Bachelorabschlusses und die Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes stark.


Deutschlandfunk Kultur, Fazit, Elisabeth Nehring, 19.05.2020
Nach Gerichtstermin: Debatte um Ballettschule Berlin
„Es geht hier um die fehlende Differenzierung in den Medien, in der Diskussion und im Umgang der Politik mit der Institution und ihren Repräsentanten. Und damit ist die Zukunft jetzt auf eine sehr problematische Art und Weise offen.“


Berliner Zeitung, 18.05.2020, Birgit Walter
Jetzt droht die fristlose Kündigung
Welche banalen Versäumnisse die Bildungsverwaltung dem Leiter der Staatlichen Ballettschule vorwirft und wie sein Anwalt widerspricht


Berliner Morgenpost, 18.05.2020, Susanne Leinemann
Bei der Ballettschule sollen die Leiter gekündigt werden
Der Gütetermin vor Arbeitsgericht endet, bevor er begonnen hat. Die einstigen Leiter klagen gegen ihre Freistellung. … Gleichzeitig bekommt die Senatsbildungsverwaltung zunehmend Gegenwind in der Causa Ballettschule zu spüren. Auf der Seite „Save the Dance“ organisieren sich die Fürsprecher der Schule, die unter der Leitung von Stabel und Seyffert auch große Erfolge feierte.


Berliner Zeitung, 15.05.2020, Kommentar von Birgit Walter
Senat gegen Ballettschule: Hinrichtung vor dem Urteil
Die Auswertung der Clearingstelle treibt die interne Aufklärung nicht voran. Sie ist ein Spektakel mit nur einem Ziel: mediale Hinrichtung vor dem Gerichtsurteil. 


Berliner Morgenpost, 15.05.2020, Susanne Leinemann
Was hinter den Türen der Staatlichen Ballettschule geschah
„Dass es einzelne Tanzpädagogen gab, die sich den Schüler gegenüber respektlos verhalten haben, mit Schreierei und hämischen Bemerkungen, bestreitet niemand. Dass die Schulkultur stillschweigend zu viel davon hinnahm, ist wohl auch so. Doch beide Zwischenberichte – der der Expertenkommission und der Clearingstelle – bleiben trotz aller Forderung nach Transparenz seltsam intransparent. Wie schlimm war es wirklich? Oder war es womöglich nicht so schlimm?“


Berliner Zeitung, 13.05.2020, Kommentar von Birgit Walter
Ballettschulaffäre: Bildungssenatorin Scheeres hat skandalöse Fehler gemacht
Statt im Skandal um die Staatliche Ballettschule die Aufklärung voranzutreiben, fährt die SPD-Politikerin eine Rufmordkampagne gegen die früheren Leiter.


tanznetz.de, 12.05.2020
Stabel will Schulleiter an der Staatlichen Ballettschule Berlin bleiben
Konkrete Beweise liefert der Bericht der Expert*innenkommission nicht, allerdings auch keine zur Widerlegung der Vorwürfe. Die Debatte scheint sich im Kreis zu drehen und wirft doch zentrale Fragen auf.


Berliner Zeitung, 12.05.2020, Margarethe Gallersdörfer
Ballettschule: Gericht verlangt vom Senat konkrete Beweise
Die Senatsverwaltung muss im Rechtsstreit gegen Staatliche Ballettschule einen erheblichen Dämpfer hinnehmen: Das Gericht will sich nicht mit einem vom Senat beauftragten Bericht abspeisen lassen.


Der Tagesspiegel, 11.05.2020, Susanne Vieth-Entus
Ein Tanzwissenschaftler will Schulleiter bleiben
Bei der Aufarbeitung der Ballettschulaffäre kommen immer mehr obskure Details ans Licht. Am Montag war das Arbeitsgericht Schauplatz der Auseinandersetzung.


Das Blättchen, 11.05.2020, Reinhard Wengierek
Spitze ab, Elite weg? – Eine unanständige Kampagne
Gestern noch mit Lorbeer überschüttet, heute als Schmuddelkind im Orkus. – Die weltweit anerkannte, 1951 in Ostberlin gegründete Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik, quasi über Nacht im Absturz.


Die Welt, 07.05.2020, Manuel Brug
Auf die Spitze getrieben
An der Staatlichen Ballettschule in Berlin wurde die Leitung geschasst, die Schulsenatorin duckte sich weg. Die Folgen für die Tanzausbildung in Deutschland sind fatal. Chronik eines Versagens.


Musik in Dresden, 05.05.2020, Boris Gruhl
Spitzentanz? Um Gottes Willen.
Tanz und Bewegung, das reicht doch. Ballett? Um Gottes Willen. Das ist doch leistungsorientierte Spitzenkunst. Das brauchen wir nicht mehr. Jedenfalls nicht in Berlin.


Berliner Zeitung, 04.05.2020, Kommentar von Birgit Walter
Auch die Senatorin ist für die Zustände an der Eliteschule verantwortlich
„… mit den wenigsten Anwürfen haben die Schulleiter zu tun. Schulstrukturen fallen nicht in ihre Zuständigkeit, sondern in die der Senatorin. Es fragt sich, wer hier eigentlich von der Pflicht entbunden gehört.“


Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 04.05.2020
„Kultur der Angst“ statt Tanzfreude?
Audiobeitrag: Elisabeth Nehring im Gespräch mit Sigrid Brinkmann


Berliner Zeitung, 24.04.2020, Birgit Walter
Skandal um Staatliche Ballettschule: Wie die Leiter demontiert wurden
Ein anonym verschicktes Dossier hat die angesehene Staatliche Ballettschule in eine dramatische Krise gestürzt: Die Berliner Bildungssenatorin suspendierte die langjährigen Leiter. Die exklusive Recherche der Berliner Zeitung zeigt: Das Dossier steckt voller Verleumdungen.


DANCE for YOU MAGAZINE, 29.03.2020
Stellungnahme von Volkmar Draeger zur Diskussion
„Ich empfinde die gebetsmühlenartig sich wiederholende Berichterstattung über die Vorgänge an der Schule in der überwiegenden Zahl der TV- und Printmedien als oberflächlich (weil keine*r der Autor*innen es der Mühe wert gefunden hat, sich selbst ein Bild vom „Klima der Angst“ zu verschaffen), einseitig (weil sich die Anwürfe auf zu wenige persönliche Aussagen stützen) und ahnungslos (nach dem Prinzip der Doppelbesetzung, wie es in einem TV-Interview beklagt wurde, arbeitet jedes Theater der Welt!).“


dpa-Stellungnahme der proskenion Stiftung, 28.03.2020
Noch bevor das Ergebnis der Expertenkommission vorliegt, schafft Senatorin Scheeres Tatsachen.

 „Man fragt sich schon, welche bildungs- und kulturpolitischen Motivationen dahinterstecken, wenn man einen Berufsschullehrer für Gastronomie zum Interimsschulleiter beruft und die Stelle des lediglich „vorübergehend freigestellten“ Leiters der ‚Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik Berlin‘, Prof. Dr. Ralf Stabel, neu ausgeschreibt und diese „schnellstmöglich nach Freiwerden“ neu besetzen möchte“, so der Vorsitzende der proskenion Stiftung​ Dr. Lars Göhmann. „Einen Schulleiter des Amtes zu entheben, ohne diesen bisher anzuhören, ist für mich nicht nur juristisch ein unakzeptables Verfahren. Bei aller Notwendigkeit der uneingeschränkten Aufklärung der Vorwürfe zur Arbeitsweise an der Ballettschule, muss die Aufklärung auf Basis von Fakten durchgeführt werden, denn auch eine Eliteschule wie die ‚Staatliche Ballettschule Berlin‘ sowie die dort arbeitenden Lehrer und ihre Schüler haben ein Recht auf eine objektive Aufarbeitung der Vorwürfe durch eine neutrale Expertenkommission, jenseits einer den Skandal witternden Einseitigkeit durch die mediale Berichterstattung. Jetzt scheint aufgrund von unprofessionellen und provinziellen Entscheidungen der Berliner Bildungs- und Kulturpolitik eine weltweit zu den führenden Ballett- und Tanzausbildungsstätten gehörende Institution in ihrem Bestand mehr als gefährdet zu sein.“


Der Tagesspiegel, 07.03.2020, Susanne Vieth-Entus, Sylvia Vogt
Schüler und Eltern verteidigen die Staatliche Ballettschule
Die Vorwürfe gegen die Staatliche Ballettschule wiegen schwer. Aber nicht alle stimmen ihnen auch zu: Einige Schüler und Eltern zeichnen ein positives Bild.


Süddeutsche Zeitung, 18.02.2020, Dorion Weickmann
Ungesunde Rivalität
Der Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik (SBB), Ralf Stabel, und der künstlerische Leiter des angeschlossenen Landesjugendballetts, Gregor Seyffert, müssen ihre Ämter ruhen lassen. … Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat sich offenbar erst auf Druck der bildungspolitischen Sprecherinnen der Regierungskoalition zum Handeln entschieden. 


Dies als Beispiel für die Schärfe der Kommentare im Rahmen der überwiegend einseitigen und vorverurteilenden Medienberichterstattung:

rbb 24, 31.03.2020, Kommentar von Torsten Mandalka
Schluss mit der Macht der Angst
Noch immer haben Schüler der Ballettschule Angst, offen über ihre Erfahrungen an der staatlichen Schule zu reden. Eine Kultur der Freiheit und Klarheit muss her.“

„Klarheit“ war die Intention für die Gründung der Initiative „Save the Dance“. In zahlreichen Statements äußern sich SchülerInnen der SBB offen über ihre Erfahrungen.


Zur Ursprungslage: Der erste Beitrag zum Thema vom rbb:

rbb 24, 23.01.2020, Tina Friedrich und Torsten Mandalka
Verdacht auf Missstände an Staatlicher Ballettschule
Jahrelang sollen Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Ballettschule Berlin gelitten haben: 13-Stunden-Tage, harter Drill, Bodyshaming, Magersucht – bis Mitarbeiter revoltierten. Jetzt soll eine Kommission die Vorwürfe aufklären.

Update: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat den hier verlinkten Beitrag aus seinem Onlineangebot entfernt. Eine Kopie des Beitrages stellen wir auf Anfrage gern aus unserem Archiv zur Verfügung. Kontakt: archiv@savethedance.de